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Floridsdorf am Spitz

Kurzfassung der Dorfgeschichte

Die Gemeinde Floridsdorf war namengebend für den 21. Wiener Gemeindebezirk. Trotzdem war Floridsdorf eine jüngere Dorfgründung auf dem Gebiet des späteren Bezirkes Floridsdorf.
Die Geschichte des Dorfes beginnt mit der Errichtung der Brücken über die Arme der damals weitverzweigten Donau. Damit wurden die Verkehrsströme der Monarchie von Wien in den Norden von der ehemaligen Route über Nußdorf, die Fähre über die Donau, Jedlesee, Jedlersdorf und Stammersdorf(nach Norden) beziehungsweise über Langenzersdorf und Korneuburg (nach Nordwesten) neu geordnet. Insbesonders Jedlesee verlor durch die Brücken die Maut für die Überfuhr.
Nach der Anlage der großen Reichsstrassen nach Prag und Brünn wurde "Floridusdorf" östlich der großen Strassengabelung gegründet. Die Strasse über Schloß Hof nach Pressburg wurde bei der Gründung des Ortes zur Hauptstrasse des Dorfes.
Der Ort Floridsdorf entwickelte sich über die Jahrhunderte von einer landwirtschaftlich und gewerblich orientierten Marchfeldgemeinde über ein Industriezentrum der Monarchie bis zur ersten Zeit nach dem 2. Weltkrieg zu einem urbanen Wohnstadtteil Wiens. Das Bezirkszentrum auf der Fläche des ehemaligen Dorfes unterscheidet sich heute kaum von anderen Bezirkszentren der Stadt Wien.
Die größte Ausdehnung erreichte die Gemeinde Floridsdorf Floridsdorfer Rathaus, heute Amtshaus für den 21. Bezirk mit der Zusammenlegung von Donaufeld, Jedlesee, Jedlersdorf am Spitz und Floridsdorf zur Großgemeinde Floridsdorf. Dieser Zeitraum umfasste zwar nur ein Jahrzehnt(1894-1904), war aber gleichzeitig für das bauliche Erscheinungsbild des heutigen Bezirkszentrums prägend.
Gemeindesparcasse In dieser Periode wurde das Gebäude der "Gemeinde-Sparcasse Floridsdorf" (1894/95, Ecke Schwaigergasse/Am Spitz, heute Bank Austria) mit der markanten Landsknechtstatue sowie das "Rathaus der Großgemeinde Floridsdorf" (1901-1903, Am Spitz 1, heute Amtshaus für den 21. Bezirk) errichtet. Im Jahr 1900 wurde das 1. Floridsdorfer Gymnasium gegründet, der Schulneubau am heutigen Standort (Franklinstrasse 21) allerdings erst nach der Eingliederung Floridsdorfs nach Wien begonnen. Bis zur Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 1909 war aus dem "k.k. Staatsgymnasium in Floridsdorf" bereits das "k.k. Staatsgymnasium im XXI. Wiener Gemeindebezirk geworden.
Nachhaltig verändert bzw. zerstört wurde das alte Dorfzentrum entlang der Schlosshoferstraße durch die Errichtung des Schnellbahnhofplatzes (1959-1962, heute Franz-Jonas-Platz) und die Neuordnung Linie 17A beim Schnellbahnhofder Strassenbahnverbindungen (ab 4.6.1961 führte die Route über die Matthäus-Jiszda-Straße) aus der Inneren Stadt (Wien 1.,) nach Strebersdorf und Stammersdorf, welche bis dahin über die Floridsdorfer Hauptstraße und den "Spitz" am Amtshaus vorbeiliefen.
Mit der Eröffnung der Verlängerung der U-Bahnlinie 6 bis Floridsdorf wurde die Linie 32, welche ab 1912 die Pragerstraße erschloss (1912 bis Jedlesee und ab 1923 bis Strebersdorf) von der Verbindung zur Innenstadt abgeschnitten und aus "Kostengründen" trotz massiver Proteste der Bevölkerung als Querverbindung Linie "26" nach Kagran verlängert.
Im Jahr 2000 feierte das älteste Gymnasium Floridsdorfs das 100jährige Bestehen mit einer Folge von Großveranstaltungen.

Bürgermeister von Floridsdorf

  • 1850-1861 Josef Kahl
  • 1861-1869 Leopold Ferstl
  • 1869-1873 Karl Frömml
  • 1873-1882 Georg Puffer
  • 1882-1885 Konrad Krafft
  • 1885-1887 Franz Ziegler
  • 1887-1898 Anton Schwaiger
  • 1898-1904 Anton Anderer
© Floridsdorf.NET Donnerstag , 24. August 2017